Sozialpädagogen und Schulpsychologen

Online-Abhängigkeit

Ich mache mir Gedanken über Kinder und Jugendliche, die suchtgefährdet sind und bei denen eine Online-Abhängigkeit durch die Nutzung des Internets in der Schule gefördert werden könnte. Kann da ein Schulfilter helfen?

Die Anbieter des Schulfilter Plus sind sich des Problems bewusst. Die Sorge ist berechtigt. Pädagogische Maßnahmen stehen in der Prävention – wie bei allen anderen Abhängigkeiten und vor allem bei Verhaltenssüchten – an erster Stelle. Zusätzlichen Schutz vor der Entwicklung oder der Weiterentwicklung einer Online-Abhängigkeit kann die Schule durch zwei technische Maßnahmen leisten:

  • Die Arbeit am PC und der Zugang zum Internet in der Schule muss zeitlich begrenzt werden können.
  • Angebote, die erfahrungsgemäß süchtig machen können (vor allem Spiele, soziale Netze, Versteigerungen, Partnersuche u. a. m.), müssen von Kindern und Jugendlichen in der Schule ferngehalten werden.

Der Versuch, Angebote, die erfahrungsgemäß süchtig machen können, zu erfassen, wird von TIME for kids durch eine eigene Internetseite unternommen.

www.meldestelle-sucht.de

Seiten, die mit Begründung über diese Seite an TIME for kids gemeldet werden, werden interessierten Pädagogen in der Schule bekannt gemacht und können in Anpassung an die Lerngruppe über den Web-Manager unzugänglich gemacht werden.

Abbildung: Über das Bildungsinternet kann aus der Schulzeit von 8-16 Uhr (auch) ein pädagogisch geschützter Raum für suchtgefährdete Kinder und Jugendliche werden.
 

Verstörende Bilder und desorientierende Foren

Unsere Erfahrung zeigt: Ungefilterte oder ungenügend gefilterte Internetangebote bieten verstörende Bilder und desorientierende Foren. Es sind vor allem Bilder, die Brutalität, Gewalt und gewalttätigen Sex zeigen und Kinder ängstigen und verstören können. Für manche Kinder – vor allem aus einem religiös und kulturell konservativ  geprägten Umfeld – können schon allzu direkte Bilder von Erwachsenensex traumatisierend wirken. Foren, die für Magersucht oder Selbstmord werben, verleiten zu problematischen Verhaltensweisen, die besondere pädagogische oder sogar therapeutische Begleitung erfordern. Aus unserer Sicht müssen solchen Risiken ernst genommen werden.

Der Schulfilter Plus ermöglicht es, den Schutz der Jungen und Mädchen vor Internetangeboten mit verstörenden Bildern oder desorientierenden Foren der Lerngruppe anzupassen. Lehrkräfte können in Abstimmung mit Sozialpädagogen und Schulpsychologen entscheiden, welche Angebote sie von Kindern und Jugendlichen fernhalten. Für betroffene einzelne Kinder und Jugendliche kann mit dem Schulfilter Plus ein individuelles Präventionspaket geschnürt werden.
 

Cyber-Mobbing

Immer wieder haben wir es mit Jungen und Mädchen zu tun, die in irgendeiner Form Opfer von Cyber-Mobbing über das Internet werden. Die Internetnutzung während der Schulzeit schafft zusätzlich zur Freizeit die Möglichkeit, beleidigende und diskriminierende Botschaften zu versenden. Was kann man über Aufklärungsarbeit hinaus dagegen tun?

Der Schulfilter Plus blockiert die sozialen Netze während der Schulzeit, wenn Lehrerinnen und Lehrer in Absprache mit Eltern und ggf. auf Anraten eines Sozialpädagogen oder Schulpsychologen das für richtig halten. Der TIME for kids Schulrouter Plus zeichnet alle Internetaktivitäten verschlüsselt auf. Bei konkreten Verdachtsfällen kann der Verursacher von Cyber-Mobbing im Schulnetzwerk identifiziert werden. Der Datenschutz wird durch das Vier-Augen-Prinzip beachtet.

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Schauen Sie sich den Schulfilter Plus genauer an